TADSCHIKISTAN

GRENZE ISFARA – KHUJAND – ISKANDER KUL – DUSHANBE – NORAK LAKE – KULOB – QALA-I-KHUMB –  KHOROG – WAKHAN TAL – MURGHAB – RANGKUL TAL – KARAKUL – GRENZE KIZIL ART PASS

Gesamtkilometer 1800 km
Gesamtdauer 15 Tage
Übernachtungen 1x Pamir Lodge Parkplatz,
1x Iskander Kul Campingplatz
13x am Wegesrand
Benzinpreis 0,60 Euro
Durchschnittstemperatur 36°C tags, 20°C nachts (August) / in den Bergen: 18°C tags / 6°C nachts
Grenzen Kirgistan – Tadschikistan: Batken / Isfara
Tadschikistan – Kirgistan: Kizil Art Pass
Mahlzeit Hm … wir hatten Durchfall.
Besonderheiten: Tanksstellen in jedem Dorf, teilweise mit Handbetrieb

Tadschikistan besitzt die mit Abstand schlechtesten Straßen der ehemaligen Sowjetländer. Teile davon haben die Chinesen instand gesetzt, wie der Abschnitt zwischen Isfara und dem Abzweig der Anzob Passstraße oder von Dushanbe bis Kulob. Der Rest ist mehr schlecht als recht. Erbärmlich ist die Straße des Anzob Passes. Vier Stunden für 60 Kilometer. Die Straße entlang des Panj in der Pamirregion ist abwechselnd gut bis furchtbar, staubig in jedem Falle. 30 Kilometer davon sind astrein asphaltiert, der Rest zerfällt. Wir fragen uns, wieso die Bauleute eigentlich immer mittdendrin die Straße erneuern, nie am Anfang und nie am Ende? Es gibt oft alte Erdrutsche, die die Straße verschüttet haben und mit Bagger und Schaufel ein breiter Durchgang geschaffen wurde. Doch wo chinesisches LKWs durchpassen, kommen auch Overlander durch. Im Juli 2015 gab es mehrere Erdrutsche auf dem Pamir Highway und in einigen anderen Tälern. Angeblich soll im Oktober 2015 der große Highway wieder geöffnet werden. Doch vorerst läuft sämtlicher Verkehr und Schwertransport durch das Wakhan Tal. Entsprechend eng wird es bei einer knapp vier Meter breiten Straße.
Die Strecke von Langar bis zum Kargush Check Point ist zur Hälfte in katastrophalem Zustand und sehr sandig. Ab dem Check Point verbessert sich die Piste und trifft anschließend auf den asphaltierten Pamir Highway auf 3800 Höhenmetern. Von dort kann man die Straße als mittelmäßig bezeichnen, die die Stoßdämpfer voll auslastet. Es sind mehrere Pässe über 4000 Höhenmetern zu überqueren. Im Dorf Zong gab es die letzte Tankstelle vor Murghab. Hier haben wir den Tank plus zwei 20L Kanister aufgefüllt, also in etwa 100 Liter. Erst in Sary Tash, 600 Kilometer später mussten wir erneut an die Zapfsäule.

Stellplätze zu finden, war in den steilen und engen Bergtälern des West-Pamirs nicht immer leicht. Es gibt wenig freie, ebene Flächen. Dort wo Platz ist, reiht sich Dorf an Dorf und Feld an Feld. Es empfiehlt sich die Menschen vor Ort zu fragen, wo man sich hinstellen kann. Manchmal gibt unbestelltes Land, wo übernachtet werden kann. Im Ost-Pamir sieht es aufgrund des Hochplateaus schon ganz anders aus. Vor allem um den Karakul und im Rankul Tal gibt es schöne Plätze. Mücken lassen sich von der Höhe über 3500 m leider nicht abschrecken.

Polizeikontrollen finden sehr häufig statt, sorgen aber nicht im Geringsten für mehr Disziplin. In der Pamirregion haben wir kaum Verkehrspolizisten angetroffen, dafür umso mehr Militär-Check-Points entlang des Panj.

Tankstellen sind im Pamir nicht in jedem Dorf zu finden. Wenn, dann gibt’s Benzin mit Oktan 92 und 80. Tanken ist dort noch richtige Handarbeit mit großem Stahltrichter und Kanister. Entlang der Hauptstraßen bis kurz hinter Kulob gibt es aber auch die „elektronischen“ Tankstellen. 😉

Wasser gibt es in jedem Dorf und im Pamir direkt von den Bergen. Es ist absolut kein Problem eine Quelle zu finden.

>Zum Reisetagebuch Tadschikistan

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