PAKISTAN

GRENZE KHUNJERAB PASS – SOST – PASSU – KARIMABAD – TREKKING RUSH PEAK – RAMA LAKE  – NARAN – MANSEHRA – ISLAMABAD – GRENZE LAHORE

Gesamtkilometer ca. 1100 Kilometer
Gesamtdauer 14 Tage
Übernachtungen 2x Parkplatz Glacier Breeze, Passu
4x Old Hunza Inn, Karimabad
1x Pension in Islamabad
1x Parkplatz St. Hildas Cathedral, Lahore
Benzinpreis 0,64 Euro
Durchschnittstemperatur 20°C tags, 12°C nachts, in den Bergen 0°C nachts (September)
Grenzen China – Pakistan: Khunjerab Pass
Pakistan – Indien: Lahore
Mahlzeit Milchtee, Dal + Chapati
Besonderheiten: Tankstellen gibt es nicht in jedem Dorf, aber mit 55 L Tank machbar; Fahrt auf durchschnittlich 2500 Höhenmetern

Der Karakoram Highway ist mittlerweile durchweg asphaltiert und in einem tadellosen Zustand bis Chilas. Bei allen weiteren Straßen, die davon abzweigen, handelt es sich um Schotterpisten oder sehr schlechte Asphaltstraßen. Diese sind oft nur 3 – 4 Meter eng und in den Fels gesprengt worden. Erdrutsche sind keine Seltenheit, mit denen immer gerechnet werden muss. Es kann sich um ganze Tage handeln, um auf diesen Straßen von A nach B zu gelangen. Nach Shimshal sind wir nicht gefahren, denn es wurde uns abgeraten, mit eigenem Auto dorthin zu reisen. Wir wären zu hoch und auch zu schwer, um den Erdrutschen ausweichen zu können, ohne den Hang dabei selbst herunter zu rutschen. Der freigesprengte Raum im Fels wäre für unser Auto mit Dachträger zu niedrig gewesen. Die Straße bzw. Piste nach Astore ist in Ordnung, LKWs fahren hier rauf und runter. Die Dorfstraße zum Rama Lake ist schlecht, extrem kurvig und nur für „normale“ Geländewagen geeignet. Die Australier sind nach Skardu und durch den Deosai Nationalpark gefahren. Es braucht insgesamt einen vollen Tag von Karimabad nach Skardu und einen weiteren durch den Nationalpark. Der Abstecher nach Skardu soll noch schlechter sein als der nach Astore. Die Straße über Naran nach Islamabad ist nagelneu asphaltiert. Im Vergleich dazu die Strecke von Chilas nach Besham und dann Islamabad sehr schlecht. Von Islamabad bis Lahore gibt es eine aalglatte Autobahn,

Der abenteuerliche Reise über den Attabad See ist nun Geschichte. Die fünf Tunnel, die seit mehreren Jahren von den Chinesen in die Berge gesprengt worden sind, wurden im September 2015 geöffnet. Zu unserer Zeit waren sie noch eingeschränkt befahrbar – nachts und von 11 bis 13 Uhr – doch sollten sie mittlerweile vollständig geöffnet sein.

Wildes Camping ist im Norden in und um das Hunza Tal möglich, doch ist es eher aufgrund des alpinen Terrains schwierig, geeignete Stellflächen zu finden. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Man wird als Tourist zwar wahrgenommen, aber in Ruhe gelassen. Letzter Campspot auf dem Weg nach Islamabad war der Rama Lake. Danach sind Eskorten und ein zügiges Durchkommen in die Hauptstadt Islamabad notwendig, womit Campen passé ist.

Echte Polizeikontrollen wie in allen anderen Ländern haben wir so gut wie keine mehr gesehen. Dafür gibt es häufiger einen Militär Check Post, an dem man sich registrieren muss. Zwischen Chilas und Besham sowie bis fast an Islamabad heran muss mit einer Eskorte gefahren werden. Das gleiche gilt für die Strecke über Naran bis kurz vor Islamabad.

Tankstellen gibt es nur in den größeren Dörfern bzw. Städten. Es ist nicht klar, welche Qualität der Sprit hat. Hat bei uns aber immer gut funktioniert. Zwischen Islamabad und Lahore gibt es sogar richtige Tankstellen nach westlichem Vorbild.

In den Bergen gibt es überall sprudelnde, klare Quellen, die bedenkenlos genutzt werden können. In Karimabad stehen zwei große Trinkwasserstellen in der Nähe des Old Hunza Inn, an denen Kanister befüllt werden können. Einfach dort mal nachfragen.

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