MYANMAR

GRENZE TAMU – KALAYMYO – MONYWA – MANDALAY – MOUNT POPA – BAGAN – KALAW – PINDAYA – INLE LAKE – NYE PYAW DAW – GOLDEN ROCK – GRENZE MYAWADDY

Gesamtkilometer ca. 2400 Kilometer
Gesamtdauer 14 Tage
Übernachtungen 7x Hotelübernachtungen inkl. Frühstück
7x ohne … auf Hotelparkplätzen mit Toilette und Dusche
Benzinpreis 0,51 Euro
Durchschnittstemperatur 25°C tags, 12°C nachts
Grenzen Indien – Myanmar: Moreh / Tamu
Myanmar – Thailand: Myawaddy / Mae Sot
Mahlzeit Öliges, burmesisches Curry mit acht verschiedenen Gemüsevariationen … die Hüfte freut sich!
Besonderheiten: An jeder Tankstelle gab es Wasserflaschen als Geschenk

Seit sich das Land 2011/2012 dem Tourismus stark geöffnet hat, sind jedoch die Grenzen für die Einreise mit eigenem Fahrzeug noch lange nicht offen. Aber immerhin: man kommt durch! Als Motorad- oder Autofahrer geht das aber nur mit einer Agentur und einer geführten Tour durch das Land. Schön, dass alle anderen – Rucksackreisende wie Radfahrer – selbstständig fahren dürfen. Offenbar ist ausländischen Motorad- und Autofahrern nicht über den Weg zu trauen. Wie auch immer, wir mussten tief in den Geldbeutel greifen und eine Tour buchen, um Myanmar queren zu dürfen. Das gleiche Spiel wie in China nur viel teurer. Nach fünf Anfragen an fünf verschiedene Unternehmen war klar, dass wir es mit Burma Senses wagen würden. Nicht, weil die besonders gut oder sympathisch sind, sondern schlichtweg deshalb, weil es keine anderen Touren im gewünschten Zeitraum gab und wir nach sieben Wochen Nordindien die Schnauze voll von Thali, Hupkonzerten und der alltäglichen Audienz um unser Fahrzeg hatten.

Folgende Agenturen haben wir angefragt:

  • Burma Senses / Ansprechpartner: Ethan / ethan@burmasenses.com
  • Gulliver Myanmar / Ansprechpartner: Aung Zaw / filesupervisor@gulliver-myanmar.com
  • Myanmar Expert Travel & Tours / Ansprechpartner: Mutu Suresh / mutu.myanmar@gmail.com
  • Bright View Travels / Ansprechpartner: Tin Maung Shwe / tin.apex@gmail.com
  • Seabridge Tours / Ansprechpartner: Jörn Schlag / joern.schlag@web.de

Die Tour mit Burma Senses sah wie folgt aus:

  • Dauer: 14 Tage
  • Übernachtungen 7x in Hotels inkl. Frühstück, 7x auf dem Parkplatz von Hotels inkl. Klo und Dusche, z.T. inkl. Frühstück
  • Reiseteilnehmer: 5, also 1 Auto und 3 Motoräder
  • Preis: 1350 US Dollar p.P. inkl. Hotels, Eintrittspreise, Steuern, Maut, Versicherungen … einfach allem, es gab für uns keine Zusatzkosten
  • Leider sind kurz vor dem Start die Motoradfahrer allesamt ausgestiegen, so dass am Ende nur noch wir übrig blieben. Eine Privattour stand an, denn wir wollten nicht noch einen Monat in Indien warten, hatten schon Verabredungen mit Freunden in Thailand … also was soll’s, der Preis musste neu verhandelt werden: 1490 US Dollar p.P. zu den gleichen Konditionen.

Nach China haben wir unsere Ansprüche an eine „geführte“ Tour um nochmals mehrere Punkte nach unten abgestuft. Entgegen unseren Erwartungen verlief alles sehr entspannt und wurden schließlich sogar übertroffen. Dennoch, in Anbetracht des Preises darf man wirklich nicht zu viel erwarten … kein Verwöhnprogramm, kein Luxus, viel Fahrerei und etwas Zeitdruck – das hatten wir auch vorher schon – und ganz wichtig: kein Stress mit der Organisation. Nach Indien waren die zwei Wochen Myanmar für uns wie Urlaub.

Im Vergleich zur pakistanischen, indischen und nepalesischen Infrastruktur ist Myanmar aus straßentechnischer Sicht ein Traum! Handgemeißelt in Staub, aber dafür nahezu perfekt. Stoßdämpfer und Federn können sich entspannt zurücklehnen und durchatmen. Kein Gehopse mehr in der Fahrerkabine. Es gab lediglich einen Abschnitt zwischen Kalaymyo und Monywa, der uns schwer an indische Straßen erinnerte. Doch der war die Ausnahme! Die Straßenbreite variiert von einspurig und Ausweichstreifen aus Schotter bis hin zu einer leeren achtspurigen Autobahn, auf der man Fußball spielen kann.

Es gibt so unzählig viele schöne, wilde Stellplätze in diesem Land, doch Campen ist leider für Touristen verboten. Auch Fahrradfahrer haben wohl offiziell Probleme, doch die dürfen ja vor Ort selbstständig entscheiden, wo sie hinfahren und nächtigen wollen. Also nein, campen ist passé. Wenn man eine Tour bucht, sollte man unbedingt nach Parkplätzen der Hotels fragen, anstatt treudoof ein Doppelzimmer zu buchen. Manchmal ist es möglich, auf die Zimmerpreise zu verzichten. Das spart u.U. mehrere 100 Dollar!

Um Tankstellen muss man sich keine Sorgen machen. Der Guide kennt meistens die beste und günstigste. Als Dankeschön für den vollen Tank bekommt der durstige Autofahrer von den freundlichen Tankbefüllerinnen immer eine Wasserflasche geschenkt, oder auch ein ganzes Paket.

Da wir ja stets bei oder in Hotels übernachteten und täglich frisches Wasser von den Tankstellen gereicht bekamen, war Wasser nie ein Thema. Am Inle-See gibt es wohl das qualitativ beste Wasser, das man aus dem Wasserhahn bekommen kann – so unser Guide. Das heißt, wann man unbedingt auffüllen muss, dann dort, aber ohne Wasserfilter geht nichts.

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