KIRGISTAN

TEIL 1: GRENZE KEGEN – KARAKOL – BARSKOON TAL – ISSYK KUL – ISSYK ATA – BISHKEK – SONG KUL – KAZARMAN – OSH – AYDARKEN – GRENZE BATKEN

TEIL 2: GRENZE KIZIL ART PASS – PIK LENIN – TOKTOGUL – BISHKEK – ALA ARCHA NP – BISHKEK – SONG KUL (?) –  TASH RABAT – GRENZE TORUGART PASS

Gesamtkilometer Teil 1: ca. 1800 km
Teil 2: voraussichtlich 1500 km
Gesamtdauer Teil 1: 17 Tage
Teil 2: 21 Tage
Übernachtungen 7x USSR Hostel, 1x Tunduk Hostel, Bishkek
30x in der Natur und am Wegesrand
Benzinpreis 0,60 Euro
Durchschnittstemperatur Teil 1: 36°C tags, 20°C nachts (August) / in den Bergen: 18°C tags / 6°C nachts
Teil 2: 25°C tags, 13°C nachts (September) / in den Bergen: 14°C tags / 3°C nachts und Schnee
Grenzen Kasachstan – Kirgistan: Kegen / Karkara
Kirgistan – Tadschikistan: Batken / Isfara
Tadschikistan – Kirgistan: Kizil Art Pass
Kirgistan – China: Torugart Pass
Mahlzeit Blätterteigtaschen, Samsas, Nan, unbedingt einen kirgisischen Konditor aufsuchen!
Besonderheiten: Tankstellen in jedem Dorf, aber nicht immer funktionstüchtig
Obst und Gemüse sind eine Geschmacksexplosion für den westlichen Gaumen

 

Kirgistan hat uns, was die Straßenerschließung betrifft, sehr überrascht. Nicht, dass alle Straßen aus Gold wären, aber ein beträchtlicher Teil der großen Hauptverbindungsrouten nach Bishkek und Osh sind in einem alltagstauglichen Zustand. Der Rest ist dem Verfall geschuldet, auch wenn die Sowjets vergaben, alles für die Ewigkeit zu bauen. In den Bergen um Karakol empfiehlt es sich nicht mit dem Auto zu fahren, wenn man nicht unbedingt muss. Bis auf die Piste im Barskoon-Tal ist der Rest streckenweise sehr eng, felsig und abschüssig. Die Route entlang der chinesischen Grenze von Barskoon bis nach Karakol ist zwar nicht gesperrt, aber ab dem Abzweig zur Kumtör Mine unpassierbar. Außerdem wird hierfür eine Genehmigung (wohl in Karakol erhältlich) erforderlich.
Um den Song Kul auf 3000 Höhenmetern sind die Wellblechpisten in Ordnung. Es fahren auch PKWs hier hoch. Bei starken Regenfällen könnte es am Südwestufer etwas schlammig werden. Es empfiehlt sich in Kochkor voll aufzutanken. Wir haben für die ungefähr 400 Kilometer von Kochkor bis Kazarman 80 Liter verbraucht, inklusive den Liter für den Benzinkocher. Die Piste von Jangi-Talap bis Kazarman und über den Kök Art Pass ist eine reine, zum Teil heftige Wellblechpiste mit vereinzelten asphaltierten Abschnitten. Es gibt nur in Kazarman Tankstellen. Auf der Piste über den Kök Art Pass wird derzeit gebaut. Die Brücke über den Fluss Kök Art ist marode und hält nur noch 1 Tonne an Gewicht. Die Flussdurchquerung war im August für uns kein Problem, auch LKWs müssen hier durch.

Stellplätze fanden wir in Kirgistan sehr leicht. Es ist ein touristisch ziemlich gut erschlossenes Land. Auch die Kirgisen campen mal gerne. Am Issyk Kul und Song Kul fanden wir Traumplätze. Im stark muslimisch geprägten Kessel von Osh dagegen eher weniger.

Polizeikontrollen gibt es in der Sommerzeit häufiger, vor allem, wenn die Kirgisen im Urlaub zum Issyk Kul aufbrechen. Wir haben ähnlich wie schon in Kasachstan von Razzien entlang der Straße gehört. Glücklicherweise fanden die stets vor oder nach unserer Zeit statt. Meist wird auf Geschwindigkeit oder Fahrtlicht kontrolliert.

Tankstellen sind in jedem Dorf zu finden. Ob die aber tatsächlich funktionieren, ist so eine Sache. Am Issyk Kul wären wir beinahe liegen geblieben, weil alle Tankstellen in den kleineren Dörfern außer Betrieb waren oder nur 80er Benzin verkauft wurde.

Wasser gibt es in jedem Dorf, man muss nur die funktionierende Pumpe finden. In den Bergen ist das Wasser so sauber und klar, dass es ohne Bedenken getrunken werden kann. Dennoch haben wir es abgekocht, denn wir haben beide einen empfindlichen Magen.

>Zum Reisetagebuch Kirgistan

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