WER WIE WAS?

Schön, dass Du hier bist!

Wir freuen uns, dich hier zu begrüßen.

Auf den folgenden Seiten möchten wir uns kurz vorstellen, Dich durch unser altes und neues Leben führen, und hoffen natürlich, dass Dir die Beiträge gefallen und Du uns treu bleibst.

Im April 2015 verließen wir, damals Sarah, Thomas und Mr. Bushi, mit einem weinenden und lachenden Auge, unsere Basis in Rostock und Hamburg. Hier erfolgte der Innenausbau unseres Autos und die gleichzeitige Planung der Weltreise.

Inzwischen haben sich unsere gemeinsamen menschlichen Ziele verändert. Ich, Thomas, bin trotzdem weit gereist, und würde mich sehr freuen, wenn Dir unsere bzw. meine Reiseberichte gefallen, ich Dich unterstützen konnte und/oder Du Tips für mich(!) hast, und mir einen Kommentar hinterlässt.

Wo bist Du gerade oder können wir uns sogar unterwegs treffen?
Was waren Deine Beweggründe für die Planung oder Umsetzung einer längeren Reise?

 ... WIESO WESHALB WARUM?

UNSERE GESCHICHTE ZUR REISE

Karratha, Western Australia, Juni 2010. Den Schrubber in der einen, den Gartenschlauch in der anderen Hand, vor uns ein mit rotem Staub überzogener, weißer Toilettencontainer und ein Hauch von Putzmittel in der Nase. Da standen wir nun in dieser immer größer werdenden Minenstadt inmitten von roter, sonnengebackener Erde und versuchten mit kostbarem Trinkwasser, trägem Wasserdruck und viel Chemiekalien ehemalige Baustellencontainer von rotem Staub zu befreien. Eine eher anspruchslose Arbeit, die viel Zeit für Spinnereien übrig ließ. "Am liebsten würde ich unser Auto mit nach Rostock nehmen.", träumte Thomas. Rostock ist unsere Heimatstadt. Dort liegen unsere Wurzeln. Unser Auto in Australien war ein Nissan Patrol, ein stattlicher Geländewagen mit ordentlicher Schubkraft, breiten Reifen und viel Outback-Erfahrung. So ein Auto gab es in Rostock bestimmt nicht. Was würden da alle für Augen machen, würden wir mit dem Auto plötzlich in Rostock eintreffen. "Was für eine herrliche Spinnerei!" dachte ich sofort. "Aber wie würdest du das anstellen? Etwa über die Seidenstraße nach Hause fahren???", fragte ich aufgeregt. "Erst Verschiffen und dann durch China, die Mongolei und dann Russland?" Wir sahen uns beide mit großen Augen an. Ja, das wär' schon was. Ein noch größeres Abenteuer als Australien, bevor wir nach Hause zurückkehren würden. "Meinst du, der Dicke würde das schaffen? Und was ist mit all dem Papierkram, den Visas und so weiter?" fragte ich wieder. Immerzu diese Fragen und Zweifel. Am Ende blieben wir doch in Australien und entschieden uns für eine andere Verlängerung des Rückwegs nach Hause. Denn unser Auto bekam erste, größere Roststellen, neue Reifen, Federn und Stoßdämpfer hätten erneuert werden müssen und vieles mehr. Mit der Organisation der nötigen Papiere hatten wir damals keine Erfahrung. Ob das nötige Geld ausreichte, das wir gerade verdienten, wussten wir nicht. Der Traum schien uns vorerst eine Nummer zu groß, vor allem die Organisation der Papiere im Ausland. "Hm, aber reizen würde es mich trotzdem", meinte Thomas. Klares Wasser klatschte in hohem Bogen an die Blechwände, dicker Schaum tropfte auf den Boden, die Sonne brannte erbarmungslos. Ich schrubbte, was das Zeug hielt und hörte Thomas sagen: "Vielleicht ein anderes Mal."

Hier entstanden Träume

Traumfrabrik Karratha: Zwischen Chemiekeule und Schmutzwasser entstand die Reiseidee

Genau. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und an diesem Punkt stehen wir jetzt. Im Mai 2011 sind wir von unserer 19-monatigen Reise durch Australien, Neuseeland und Südostasien zurückgekehrt und haben über die vergangenen drei Jahre mehrfach Flucht-, Auswanderungs- und Reisepläne geschmiedet. Wir haben uns nach vielen traumhaften Ideen, verzweifelten Diskussionen und vernünftigen Gesprächen zu guter Letzt für eine richtige Reise entschieden - mit zunächst offenem Ausgang. Worüber wir in Karratha vor nun mehr viereinhalb Jahren kurz geträumt hatten, geht für uns tatsächlich bald in Erfüllung. Bloß in die entgegensetzte Richtung: von Deutschland gen Osten, nach Australien zurück.

WIESO NOCH EIN REISEBLOG?

Natürlich wollen wir wieder einen Reiseblog schreiben. Wir müssen sogar. Denn nichts ist löchriger als unsere beiden Köpfe - nicht mal ein Schweizer Käse kann da mithalten. Aus Erfahrung haben wir gelernt, dass wir doch vieles vergessen. Die markantesten Erinnerungen bleiben im Kopf, aber viele unzählige Kleinigkeiten, Ortsnamen, Namen von Personen, kuriose Mahlzeiten, all das verschwindet nach und nach, sobald nicht mehr regelmäßig darüber gesprochen wird. Deshalb schreiben wir gegen unser Vergessen diesen Reiseblog. Und natürlich weil's Freude macht!