KANADA

Teil 1: VANCOUVER – SQUAMISH – WHISTLER – KAMLOOPS – PRINCE GEORGE – HAZELTON – HYDER – WATSON LAKE – WHITEHORSE – CARMACKS – INUVIK – DAWSON CITY

Teil 2: BEAVER CREEK – HAINES JUNCTION – WHITEHORSE – WATSON LAKE – DAWSON CREEK – JASPER – REVELSTOKE – NAKUSP – KELOWNA – ABBOTSFORD – VANCOUVER – ROBERTS CREEK

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Gesamtkilometer Teil 1: ca. 6000 Kilometer
Teil 2: ca. 4000 Kilometer
Gesamtdauer Teil 1: 70 Tage
Teil 2: 30 Tage
Übernachtungen 98 x in der Wildnis bzw. auf einem kostenlosen Parkplatz
2 x auf einem Campingplatz
Benzinpreis 0,95 Euro. Vancouver hat die höchsten Preise! Es lohnt schon 30km außerhalb zu tanken.
Durchschnittstemperatur Von 5°C – 28°C tags, -5°C – 18°C nachts war alles dabei
Grenzen Dawson City in Kanada – Little Gold in USA

Alcan Border in USA – Beaver Creek in Kanada

Die kanadischen Grenzbeamten sind äußerst nett und freundlich.

Lokale Mahlzeit Fast Food Läden an jeder Ecke – im Vergleich zu Deutschland teuer (Döner 8CAD$). Sushi vergleichsweise günstig.
Besonderheiten: Tagfahrlicht und Autoversicherung (hier zusammengefasst auf englisch) sind Pflicht!

STOP Schilder an jeder Ecke nerven richtig. Die Kanadier trauen ihren eigenen Mitmenschen wohl nicht.

Der deutsche Führerschein muss, je nach Provinz, nach 90 bis 180 Tagen gegen einen Kanadischen getauscht werden.

Die meisten Automechaniker haben Stundensätze ab 120 CAD$ und nie Zeit (und Lust).

 

Kanadas Straßen sind mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen. Grundsätzlich gilt, je nördlicher desto negativer der Zustand der vor allem geteerten Belege. Permafrost, schwerer Güterverkehr oder ignorante Pickup Fahrer tragen dazu vornehmlich bei. Auf den Highways wird oft sehr rasant und teilweise rücksichtslos gefahren. Warnungen zu Rollsplit bzw. frischem Asphalt werden ignoriert!

Richtig komisch wird es, wenn Straßenarbeiten zu einer Vollsperrung führen. Selbst wenn nur ein simpler Bagger leicht die Fahrbahn kreuzen könnte, wird sofort ein Mitarbeiter mit einem Stop bzw. Langsam Fahren Schild platziert, um den Verkehr zu regeln. Damit ich als Fahrer auch weiß wo es langgeht und das Hindernis sein könnte (nicht das ich die Straße und das Objekt 50m vor mir nicht sehen könnte) wird zusätzlich ein Pilotfahrzeug eingesetzt, dem alle Fahrzeuge hinterherfahren müssen. Jede Richtung für sich. Teilweise dauert das Warten länger als die Fahrt auf der Baustelle.

Vorsicht bei entgegenkommenden Reisemobilen und Schotterstraßen. Diese Kombination hat mich viele Nerven gekostet, da hier niemand sein Tempo reduziert. Entsprechend sehen die meisten Frontscheiben anderer Verkehrsteilnehmer aus. Ein Austausch kann hier sehr teuer und langwierig werden. Deshalb verzichten viele darauf. Die Polizei stört sich nicht daran. Wer nur einen Steinschlag hat, kann diesen für 35 CAD$ reparieren lassen.

Auf dem Cassier HWY in BC zwischen Hazelton und Watson Lake war so gut wie kein Verkehr. Gleiches gilt für den Dempster HWY im Yukon bzw NWT. Die dortigen Schotterstraßen sind in gutem Zustand und werden permanent gewartet. Im Reparaturnotfall ist in der Nähe immer eine Miene oder Holzfäller.

Der Alaska HWY ist stark befahren und besonders in den nördlichen Rocky Mountains ist es sehr schwierig im Sommer noch einen Parkplatz zu finden. Der Großraum Vancouver kann ebenfalls zur echten Geduldsprobe werden. Millionen von Fahrzeugen quetschen sich in oder an der City vorbei. Permanent. Leider ist das Straßensystem dafür nicht mehr ausgelegt. Zumal die Ampelphasen echte Rätsel aufgeben, da man nur von einer zur nächsten Ampel fährt. Empfehlenswert ist das Parken in Nordvancouver und dann mit der Fähre in die Stadt. Parkgebühren in Vancouver City sind extrem hoch!

Tankstellen gibt es oft mehrere nebeneinander, je nördlicher desto spärchlicher das Angebot, jedoch max. alle 150km entfernt, dementsprechend die Preisgestaltung. Die Qualität des Benzins war immer gut. Wichtig: die Zahl 87 an der Tanksäule entspricht 91 Oktan europäischen Standards. Es kann mit Kreditkarte an der Säule bezahlt werden. Wenn nicht, muss man im Voraus im Shop zahlen bzw. einen Betrag angeben, welcher sich dann später auf die tatsächlich getankten Liter begrenzt.

Campingplätze gibt es fast überall. Preisklassen von 15 bis 45 CAD$. Günstiger sind diese von den dazugehörigen Nationalparks bzw. sogenannte Britisch Columbia Recreational Sites (http://www.sitesandtrailsbc.ca/). Teilweise auch kostenlos (viele gleich hinter Whistler). In und um Vancouver gibt es leider keinen offiziellen Campingplatz! Achtung: In Jasper und Banff patrolieren Ranger und verhängen auch Bußgelder. Ich fand immer einen kostenlosen Übernachtungsplatz, u.a. durch iOverlander. Duschen kann man bei den meisten  Community Center kostenlos, Roadhouse oder auch auf normalen Campingplätzen gegen 3-8 CAD$ Gebühr.

Trinkwasser kann bei den Tankstellen, Visitor Centern und einigen Nationalparks kostenfrei gezapft werden. Es schmeckt etwas nach Chlor, darf aber bedenkenlos getrunken werden.

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