SHIT HAPPENS

1) Luftfederbälge fehlen – 16. April 2015

Unsere Raupe Nimmersatt fährt normalerweise mit hinten eingebauten Luftfederbälgen, damit sie schön hoch liegt. Die fehlen seit Beginn der Reise, denn aus dem rechten Luftbalg trat immer Luft aus. Der sollte getauscht werden. Thomas bestellte im Januar ein neues Paar. In diese mussten anschließend neue Aufnahmepunkte gebohrt werden, damit sie bei unserem Auto wieder eingebaut werden können. Leider wurde bei einem leicht daneben gebohrt. Der neue Luftbalg war beschädigt und auch noch ausgerechnet von der Seite, die bereits kaputt war. Wir bestellten im Februar wieder, diesmal nur einen Luftbalg, denn zwei funktionstüchtige von der anderen Seite hatten wir ja nun.

Wer konnte ahnen, dass die Firma, deren Bälge in der Türkei produziert werden, Lieferschwierigkeiten hatte? Die Produktion und Lieferung dauerte so lange, dass wir ohne Luftbälge losfahren mussten. Immerhin waren sie zum Zeitpunkt der Abreise schon von der Türkei nach Deutschland unterwegs. Ein paar Tage später erreichte uns die Nachricht, dass sie bei der Firma Airsprings angekommen und auch versandt worden seien. Dann muss nochmal ein Aufnahmepunkt gebohrt werden … und hoffentlich dann endlich können Sie zu uns nach Russland gesendet werden. Wir hoffen sehr, dass wir sie in Omsk abholen können, denn mit ‘nem “Hänger” auf den Straßen Russlands zu fahren, macht wirklich keinen Spaß.

Wir warten also auf gute Neuigkeiten!

Aktualisierung vom 6. Mai, Omsk

Wir haben provisorische Spiralfedern eines normalen PKWs in einer Werkstatt namens „Reaktor“ in Omsk einbauen lassen, um die Blattfedern für die nächsten 3000 Kilometer bis in die Mongolei zu entlasten. Die erste Wellblechpiste an den Ob hat das Provisorium gut gehalten, doch in Irkutsk stellten wir fest, dass die Halterungen der Spiralfedern durch starke Beanspruchung verrutschen. Mit Spanngurten festgezurrt, halten die aber auch wieder. Trotzdem muss eine andere Lösung her. Die Luftbälge sind erst Mitte Mai in Rostock eingetroffen und haben wir gemeinsam mit der Hilfe von Thomas‘ Eltern und Eillogistik nach Ulanbataar schicken lassen.

Aktualisierung vom 3. Juni, Ulanbataar

Die Luftbälge sind da! In der Zwischenzeit haben wir die Blattfedern erneuert und eine zusätzliche Lage eingezogen. Die Luftbälge will Thomas unterwegs einbauen. Siehe auch Bericht Ulanbataar.


2) Pfanne fehlt – 26. April 2015

Wir haben unsere gute Bratpfanne aus Gusseisen in Danzig auf dem Campingplatz vergessen und erst eine Woche später  in  Susdal (Russland) bemerkt. Ich hätte heulen können, denn ich bin auch noch Schuld, ich Döspaddel!


3) Tablet Motorola Xoom 2 kaputt – 28. Mai 2015

Seit wir den Akku in Polen versehentlich tiefenentladen hatten, ließ sich unser Tablet immer nur sehr mühselig aufladen. Jeden Tag musste es an die Leitung. Dann versagte zunehmend die Ladespannung. Mittlerweile entlädt das Teil schneller, als es durch den Strom im Auto aufgeladen werden kann. 360 Kilometer vor Ulanbataar gab es völlig den Geist auf. Neben dem Akku, der sicherlich von uns in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist der Steckanschluss am Gerät das Nadelöhr, das die Ladeprobleme erzeugt. Durch Recherche in einschlägigen Foren, scheint das ein allgemein bekanntes Problem bei diesem Gerät zu sein. Für uns ist das mehr als ärgerlich, denn schnell stellen wir fest, dass wir ausgerechnet in der Mongolei mit analogen Karten nicht weit kommen. Dank Odmaa ließen wir die Platine des Steckanschlusses in Ulanbataar – siehe Bericht Ulanbataar – von einem Mongolen löten. Seitdem lädt das Gerät besser, in häuslicher Steckdose gut, im Auto eher solala. Den Akku hätte der Mongole bestellen müssen. Aber wer weiß, wann der angekommen wäre. Wir hoffen auf Russland oder Kasachstan, um es erneut zu reparieren. Oder ein Neues zu kaufen. Das mulmige Gefühl sich in der endlosen Einöde zu verlieren, bleibt also.

Aktualisierung vom 22. November 2015

… und dann wurde es in Nepal aus dem Auto geklaut – siehe Bericht Bhaktapur.


4) Kühlbox WAECO CF-35 kaputt – 22. März 2016

Seit gestern haben wir Gewissheit. Unsere lebensnotwendige Kühlbox ist endgültig hinüber. Seit Thomas den Turboknopf im heißen Sommer in Almaty, Kasachstan, betätigte und die Kühlbox aus Versehen länger als nötig im Turbogang lief, hat sie so ihre Macken gehabt. Trotzdem lief sie irgendwie mehr oder weniger gut. Schon in Kirgistan haben wir uns mit Sasha an Experimente gewagt, brachten sie zur Reparatur und bekamen sie noch weniger funktionstüchtig zurück. Das ließ Zweifel aufkommen, ob sie jemals in diesen Ländern repariert werden könne. Von WAECO hat sich bislang niemand auf unsere Anfragen bzw. Anrufe gemeldet. Niemand ist erreichbar. Im Internet fanden wir heraus, dass wohl ein sogenannter „Polyswitch“ für die Fehlermeldungen verantwortlich und demnach kaputt sei. Finde einen neuen, hieß die Mission seit Monaten. Irwin, der unser Auto in Kathmandu reparierte, versuchte sich auch an diesem Experiment und bestellte für uns im Internet gleich mehrere Polyswitche. Leider kamen diese zu spät bei ihm an. Da waren wir zwei Monate später schon in Thailand. Thomas ließ sich den Switch an eine Autowerkstatt in Chiang Mai schicken. Als er sie abholte, stellte sich heraus, dass die Polyswitche zu groß sind. In der Zwischenzeit wollte der Kompressor nicht mehr so richtig. Durch die Fehlermeldung sprang er immer öfter an und aus. Auch der Ventilator im Gehäuse hatte bereits zwei Flügel verloren, von denen wir einen wieder angeklebt haben. In Bangkok gibt es einen WAECO Vertriebspartner, den einzigen in Thailand. Den hat Thomas besucht, doch ohne Erfolg. Entweder gibt es keine Reparaturmöglichkeit oder aber neue Kühlboxen für umgerechnet 1000 Euro. Dann lieber gar nichts bis es nicht mehr geht.

Seit gestern ist Totentanz. Der Kompressor ist hinüber. Ein neuer kostet um die 300 Euro und muss aus Europa oder Australien bestellt werden. Wir könnten auch eine neue Kühlbox aus Australien bestellen, aber die Einfuhrzölle für Thailand sind uns dann doch zu hoch. Somit landete der Kürbis, der eigentlich ein leckeres Curry werden sollte im Mülleimer. Spaghetti mit Tomatensoße waren dann doch noch drin.

Jetzt gilt es eine Zwischenlösung zu finden. Gott sei Dank gibt es günstiges Essen in Südostasien an jeder Ecke!

 

1 Kommentar

  1. Stefan

    Hi Thomas und Sarah,

    Ich und meineFreundin sind gerade in Penang. Da hab ich euer Auto vor einem chinesischen Hotel (weiß mit großer roter Schrift ) gesehen…
    Habt ihr Lust und Zeit auf einem Kaffee ? Wir wohnen 2 minhten von da in einem
    Hostel….
    Meine Email
    Habe ich euch hinterlassen 🙂
    LG Stefan

    Antworten

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