JETSETTER-LEBEN – TEIL 1 IN THAILAND

Über mein eigenes Auto jederzeit zu verfügen, hat, auf meiner bescheidenen Reise, sehr viele Vorteile. Übernachtungen sind schnell geklärt, gekocht wird drinnen oder draußen und das Transportmittel als solches ist ja sowieso vorhanden. Doch es gibt auch ein paar Orte, welche mit dem Rucksack, speziell in Südostasien, einfacher zu erreichen sind. Thailand, mit seinen neuen bescheuerten Regeln für ausländische Fahrzeuge, ist das beste Beispiel dafür. Aber auch spontan eine Insel zu besuchen, zu tauchen und dort mit anderen Backpackern ein paar Bierchen schlürfen, fällt mit dem Auto, ohne Schwimmtauglichkeit, eindeutig flach.

Als Solo-Reisender war ich bislang eigentlich gar nicht wirklich solo. Eine feine Sache, hatte ich doch schon genügend Bedenken, wie das denn so sein würde. Alleine. Stattdessen umringten mich fast immer (asiatische) Freunde, Bekannte oder wie so oft auch Werkstattmitarbeiter. Jetzt wollte ich sehr gute Freunde aus Europa, welche derzeit in Südoastasien weilten, wiedersehen und mit ihnen meine vielleicht letzten Wochen in diesem Teil der Welt voll auskosten.

Nach meinem Klosteraufenthalt besuchte ich die beiden Österreicher Andrea und Klaus Gattringer in ihrem bescheidenen Zuhause in Chiang Mai in Nordthailand. Eigentlich wollten wir zusammen im April 2016 nach Kanada verschiffen. Wie es aber im Leben so ist, ändern sich Pläne. Doch wir blieben im Kontakt, worüber ich sehr froh bin.

Keine Lust auf Kochen – das gibt es frisch aus dem Supermarkt – und auf meinem Teller

Nach ihrem Abstecher im März bei mir in Kuala Lumpur und einem Ausflug nach Penang /Malaysia war ich also an der Reihe mal in Thailand Hallo zu sagen. Macht man ja so als Nachbar. Geplant waren maximal 2 Tage in ihrer 1 Zimmer-Wohnung. Wie es aber im Leben … naja, ich blieb 1. Woche. Wir haben die verrücktesten Dinge gemacht: gemeinsam Essen gekocht, Internet Lehrgänge für Doofies vom Klaus bekommen, mit salzigem Popcorn Filme geschaut und sind shoppen gegangen. Das Leben eines Jetsetters ist verdammt hart. Schön war die Zeit. Ich hoffe, ich sehe Euch wieder! Irgendwo.

Haxe gekauft – Rest selbstgemacht

Am letzten Morgen ging es für mich um 5 Uhr morgens per Flugzeug weiter nach Südthailand. Kathi und Sven aus Hamburg wollte ich dort auf der Insel Ko Bulon überraschen. Pünktlich in Hat Yai angekommen, war mein Plan, mit der nächsten Fähre, vom 100km entfernten Pier, auf die Insel zu gelangen. Das stellte sich leider, als Solo – Reisender am Flughafen, als ein kostspieliges Unterfangen heraus. Glücklicherweise fand ich nach einer ganzen Weile warten 3 Deutsche, welche einen kompletten Air Asia Van vorgebucht hatten. Um die Sitze darin nicht ungenutzt zu lassen, fragte ich sie, ob wir uns den Preis dafür teilen wollen. Sie stimmten zu, die Reise ging weiter. Im Internet fand ich Berichte, wonach die Mitfahrer für solche Fahrten 200-300 Baht bezahlten. So bot ich am Ziel unserer Busreise freundlicherweise die gleiche Summe an. Damit waren sie nun gar nicht einverstanden und wurden ziemlich komisch. Sie hätten ja den Bus schon bezahlt und der kostete pro Person eben 450 Baht. Das wir nun 4 statt nur 3 Personen waren und eigentlich teilen wollten, entfiel ihnen scheinbar. Ich war sauer. Wollten mich die verdammten Deutschen doch volles Rohr abziehen! Alle Achtung, das kannte ich bislang nur von den Thais. Egal, ich hatte keine Lust auf Ärger und bezahlte zähneknirschend ohne Wiederworte. Ich wusste, sie fahren nach Ko Phi Phi und da wird sich das Karma garantiert zurückmelden. Alles Gute.

Am Pier verhandelte ich mehrfach über 1,5 Stunden den Preis für die einfache Überfahrt. Zeit hatte ich ja nun. Letztlich verfrachtete man mich für angenehme 250 Baht auf ein Longtailboot. Eine Wahnsinns Fahrt; es regnete, stürmte, die Wellen schwappten übers Boot, alle wurden kräftig nass und wir hatten jede Menge Spaß dabei. Nachdem ich Chiang Mai vor über 10 Stunden verlassen hatte, erreichte ich gegen Nachmittag überglücklich Ko Bulon.

Dort feierte ich mit den Beiden Hamburgern meinen Geburtstag, wir schnorchelten um die Wette und genossen das herrliche Inselleben mit feinstem Sonnenbrand.

Ich übernachtete im Schul – Bungalow – Resort für 500 Baht, mit Blick auf den Fußballplatz. Bier und Essen gab es genau 10 Meter entfernt im lokalen Restaurant. Echt weit.   Nach 5 Tagen mussten die Beiden weiter. Ich auch. Gemeinsames Ziel, die Zollfreie Insel Langkawi in Malaysia. Am Tag unserer Abreise fuhr das einzige Schnellboot aus Ko Bulon ohne uns ab, bemerkte den Fehler dann doch schon nach der Hälfte der Strecke, drehte um und nahm uns unter Vollgas mit ans Festland. Dort ging es in der Reihenfolge Tuktuk, Minivan, TukTuk, Fähre und Taxi ins malaysische Resort. Nur eine Nacht wollte ich hier verbringen. Wir genossen also noch einmal den günstigen Fusel und Zigaretten, und ich verabschiedete mich zum zweiten Mal von sehr guten Freunden Richtung Kuala Lumpur per Flugzeug.

Langkawi aus dem Flieger

In meiner zweiten Heimat angekommen, ging es direkt nach Puchong zu Mr. Bushi und einer kräftigen Dusche im Haus meiner Freunde. Etwas essen im indischen Stammlokal, dann zurück zum Flughafen um die nächsten 7 Stunden unter einer Rolltreppe Schlaf zu finden. Ich versuch ja immer etwas zu sparen. Jetsetter – like ging mein nächster Flieger nämlich 6 Uhr morgens nach Mandalay in Myanmar.

Zu? Freunden natürlich.

 

 

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