16.3 GEORGETOWN UND WEITER NACH KUALA LUMPUR

Willkommen in Georgetown!

Penang ist die viertgrößte Insel Malaysia´s und bekannt für seine Kunst- und Kulturreiche Hauptstadt Georgetown. 2 lange Brücken verbinden die Ferien- und Finanzmetropole mit dem Festland. Ideal also um dort ein paar Tage zu verweilen. Da ich mich über Malaysia wirklich kaum informiert hatte, wollte ich hier nur so lange bleiben, bis ich meine endlos lange Liste an Aufgaben abgearbeitet hatte.

Aus einer geplanten Woche wurden dann doch vier Wochen. Es war eine sehr schöne Zeit und ich hatte es sehr genossen, dass zu tun, wo nach mir gerade war. Georgetown ist UNESCO Weltkulturerbe und es gibt hier fast alles wonach man sich als Ausländer auf einer langen Reise sehnt. Unglaublich viele ideenreiche Cafes, sehr gute indische Restaurants und eine wunderschöne Architektur aus dem 1800 Jahrhundert, geprägt durch den britischen Kolonialstil.

IMG_7135_blog IMG_7138_blogChinesen und Inder stellen heute die deutliche Mehrheit in diesem pulsierenden Ort und beeinflussen somit die Kulturvielfalt, das Essen und die Lebensweise. Eine angenehme Kombination verschiedenster Religionen seit vielen Generationen.

IMG_7198_blog

Burmesischer Buddhist Tempel

IMG_7141_blog

Chinesischer Khongsi Tempel

Obwohl ich zu Indien keinen sonderlich guten Bezug habe, war ich dennoch jeden Abend Stammgast in einem indischen Restaurant, manchmal auch beim „Hussain“ dem Pakistaner, und kann bei „Kassim“ in der Chulia Street das Tandoori Hühnchen mit einer leckeren Minzsoße und frischen Chapatis absolut empfehlen! Ich krieg schon wieder Hunger! Man könnte sicherlich jeden Tag ein ganzes Jahr lang diverse Restaurants ausprobieren und würde trotzdem immer noch etwas Neues entdecken. Mein Mittagessen aß ich zum Beispiel sehr gerne beim Chinesen im “Eating House”, Obst kaufte ich beim Malayen.

IMG_7121_blog

Obst- und Gemüsemarkt

20160401_191913_blog

Yummy – Tandoori Chicken

Einige Reisende erzählten mir, dass vor vielen Jahren hier Touristen eher die Ausnahme waren und hauptsächlich nur zur thailändischen Visaverlängerung anreisten. 2012 änderte sich das als der litauische Maler Ernest Zacharevic 6 Wandmalereien über die Stadt verteilte. Viele andere Künstler schlossen sich ihm an und so entwickelte sich eine ganz beeindruckende bunte Stadt. Hinter jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken und das schöne ist, dass man dies auf eigene Faust erleben kann!IMG_7285_blog

IMG_7091_blog IMG_7094_blog IMG_7095_blog IMG_7099_blog IMG_7101_blog IMG_7115_blog IMG_7145_blog IMG_7147_blogIch übernachtete in „dem“ Overlander Hotel, dem „Hotel Noble“. Mein Zimmer war ausgestattet mit eigener Dusche, welche ich 4 mal täglich nutzte, und einem großen Ventilator. Nur so konnte ich der unglaublichen Hitze von 36 Grad und 80% Luftfeuchte trotzen. Ich nenne diesen Ort auch gerne das Backpacker Altersheim, da sich hier viele Langzeitreisende immer wieder treffen, die auch jenseits der 60 noch gerne reisen, und somit viel, manchmal zuviel, von ihren Erfahrungen erzählen konnten. Ich hoffte eigentlich auf Gleichaltrige aber nach einer Weile fühlte es sich an wie in einer großen Familie zu wohnen. Lieben Gruß an Hanna und Andreas – gute Reise ihr Beiden!

20160406_231935_blog12 Monate bin ich nun schon unterwegs und war so gut wie nie in einer Bar. Das holte ich in Georgetown kräftig nach. Fast jeden Abend genoß ich mein Bier bei 26 Grad und einer Luftfeuchte die einem nach bereits 5 Minuten den Schweiß die Arme, den Rücken, ach einfach überall runterliefen lies. Herrlich durchnässt hatte ich unglaublich viele Gespräche mit Leuten aus der ganzen Welt verschiedenen Alters. Kanadier, Australier, Malayen, Thais und sogar eine iranische Familie stellte sich vor, wobei der Vater zugab deutsche Produkte eins zu eins zu kopieren und damit gutes Geld machte. Ich sagte ihm, dass das nicht legal sei, aber er freute sich nur über ein dickes Portemonaei. Stattdessen gab er mir seine Emailadresse und lud mich in den Iran ein. Ich weiß, dort werde ich sowieso irgendwann mal hinfahren, also kann ja nicht schaden!

IMG_7213_blog

Ein Tag im schwülen Penang Nationalpark

IMG_7161_blog

Am Ende der Wanderung dann die Schildkrötenaufzucht

Am Ende der Wanderung dann die Schildkrötenaufzucht

Am vorletzten Tag gesellte sich noch John aus England von www.tiggers-travels.com mit seinem T3 zu mir. Ich spielte den Touriführer und wir unterhielten uns über typische Männersachen, wie Kühlschränke, Essen kochen und das Wetter. IMG_7304_blog

Dann packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von lovely Georgetown und fuhren direkt nach …

Kuala Lumpur

John ist VW Besitzer und das führt, genauso wie ich mit meinem Mitsubishi, zwangsläufig zur Suche Gleichgesinnter. Durch Facebook lernte er Terence kennen. Ein Malaye, indischer Herkunft, welcher im Filmbusiness tätig ist und unter anderem in 18 Tagen von Kuala Lumpur an die indische Grenze durch Myanmar fuhr, inklusive Rückfahrt. Wahnsinn. Er plant für nächstes Jahr eine Reise nach Deutschland in nur 2 Monaten! Mit einem 40 Jahre alten VW Bus. Für mich sind solche Reisen immer fraglich, denn ständig auf der Straße zu kleben gibt einem nicht das Gefühl irgendwo wirklich gewesen zu sein. Aber Menschen sind nunmal verschieden. Wie auch immer, wir durften bei ihm übernachten, die Klimaanlage ausgiebig nutzen und uns dem Fernsehen hingeben.

Natürlich nutzten wir den Abend für eine Fahrt zu den bis 2004 höchsten Gebäuden der Welt, den „Petronas Towers“. Wir fanden den perfekten Ort für ein Fotoshooting und, wie so oft, stoppte sofort die Polizei genau neben uns. Da wir im absoluten Halteverbot unsere Fotos schossen, ahnte ich schon böses. Trotzdem bat man uns doch bitte weiterzumachen und uns nicht stören lassen. Es schien sogar so, als würden sie die vorbeifahrenden Autos von uns fern halten. Da können sich unsere deutschen Polizisten mal ne Scheibe von abschneiden!

IMG_7340_blog IMG_7364_blog

Überhaupt ist Malaysia ein unglaublich nettes, hilfsbereites und sehr ehrliches Land. Mein Auto habe ich bei Terence geparkt und obwohl wir uns nicht wirklich kennen, hoffe ich, dass ich ihm vertrauen kann. Ob das stimmt werde ich in einem Monat sehen! Jetzt geht’s erstmal mit dem Rucksack nach Indonesien!

Selamat tinggal Malaysia.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.