14.3 ENDSPURT IM OSTEN

Nur noch sechs Tage, dann ist die Urlaubstour durch Myanmar schon wieder vorbei. Heute fahren wir nach Kalaw, Kyaws Lieblingsstadt. Hier ist er groß geworden, die Luft ist kühler als in der Zentralebene und man kann von hier aus zum Inle See in drei Tagen über die Berge wandern. Anderthalb Jahre hat Kyaw hier als Trekking-Guide gearbeitet. Aber wir glauben, die Autotouren machen mehr Spaß, schließlich gibt’s ja auch mehr Kohle. Wir haben den Nachmittag für uns, denn Kalaw ist nur eine Zwischenstation auf dem langen Weg zum Inle See, klein und gut genug für eine entspannte Pause und “local life”.

die entspannte Kleinstadt Kalaw

Die entspannte Kleinstadt Kalaw

Wir steigen für einen romantischen Ausblick zum einzigen Kloster der Stadt hinauf. Im Grunde handelt es sich um eine Klosterschule und ein buddhistisches Museum. Wir sehen viele streunende Hunde auf dem Klostergelände, die allesamt zu den Klosterglockenschlägen anfangen, fünf Minuten zu jaulen. Herrje, dieses Konzert ist aber auch wirklich zum Heulen! Während die Novizen in einem spartanischen Raum Verse auswendig lernen, genießen wir den Ausblick auf Kalaw.

Hier gab es keine Socken, dafür außerordentliche Ordnung

Hier gab es keine Socken, dafür außerordentliche Ordnung

Anschließend schaffe ich es, mir rotweiß gestreifte Zehensocken in einem der kleinen Modeläden entlang der Hauptstraße zu kaufen, es wird nachts immer noch ziemlich kühl an den Zehenspitzen! Thomas will keine. Verstehe ich nicht, rotweiße Streifensocken sehen doch gut aus?!

INLE SEE

In Nyaung Shwe, der Hauptstadt der Region um den Inle See, verbringen wir insgesamt drei Nächte und drei Tage. Das wäre eine gute Gelegenheit für einen schönen Parkplatz eines schönen Hotels. So hatten wir es uns alle schön ausgemalt. Doch an der schönen Hotelrezeption stellt sich heraus, dass die Buchung durch Burma Senses in die Hose ging, und somit niemand, weder Begleiter noch wir, in den Genuss eines schönen Zimmers, eines schönen Parkplatzes oder eines schönen Frühstücks kommen werden. Stattdessen landen wir in einem kleinen Guesthouse ein Hotel weiter. Einfache Klos, Dusche brüllend heiß – immerhin! – Waschbecken draußen … Hach ja. Und gefrühstückt wird wieder im Auto. Wir nehmen es gelassen.

Bootsanleger in Nyang Shwe

Bootsanleger in Nyaung Shwe

So ziemlich jeder, der nach Myanmar reist, fährt zum Inle See. Entsprechend touristisch ist das Erlebnis. Wir wollten es erst von der Tour streichen lassen, weil wir genug Seen und auch schon schwimmende Märkte in Asien gesehen haben. Aber wir ließen uns dann doch überreden, diesen Teil Myanmars beizubehalten, weil ein Tag auf dem Wasser doch etwas anderes ist, als immer nur im Auto zu fahren. Das erste touristische Erlebnis wartet gleich zu Beginn auf uns: Möwen füttern. Wir verdrehen die Augen und wissen schon vor dem Besteigen des Bootes, dass wir da nicht drum herum kommen werden. Fünf Knistertüten frittierte Gebäckkringel warten schon  in den Händen unserer Begleiter auf uns, für jeden gibt es eine (für unsere Begleiter natürlich auch!). Da machen wir nicht mit, denken wir, und verstecken unsere Tüten unter den flauschigen Decken, die es auf dem Boot gibt.

Die erste Attraktion auf dem Inle See: Möwen füttern

Die erste Attraktion auf dem Inle See: Möwen füttern

Nach der Abfahrt fangen natürlich alle anderen Burmesen unter uns – also unsere Begleiter –  sofort an, das Zeug in die Lüfte und sämtliche Himmelsrichtungen zu verteilen. Unser Boot taucht ein in eine Wolke aus weißem Federvieh. Alle amüsieren sich.  Ach was soll’s, denken wir Achsel zuckend, reißen die Tüten auf und verjubeln auf Augenhöhe der gierigen Vögel alle Krümel in die Schnäbel links und rechts von uns. So hat jeder seinen Spaß.

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Das Leben der Menschen ist voll und ganz auf den See ausgerichtet. Ganze Dörfer befinden sich auf dem See. Es wird gewohnt, gefischt, Gemüse angebaut, verladen, transportiert, gekocht, gespeist, gewaschen, gebetet, und alles Mögliche hergestellt. Die Besichtigung der Herstellung verschiedenster Produkte gehört zu einer Bootstour immer dazu. Wer weiß, vielleicht kauft ja einer was. Und Touristen kaufen schließlich gerne ein. Deshalb artet diese Tour schon fast in eine Butterfahrt aus. Von einem Handwerksbetrieb zum nächsten – Weberei, Tischler, Eisenschmied, Zigaretten-, Schirm- und Papierhersteller – was hätten Sie denn gerne? Fehlt nur noch der Grünkohl.

Bei diesen Öko-Zigaretten haben wir nicht Nein gesagt

Bei diesen Öko-Zigaretten haben wir nicht Nein gesagt

Wir fahren durch die kleinen Kanäle, bewundern die Holzhäuser und die Gärten, sehen andere Touristenboote entgegen kommen, man grüßt sich oder auch nicht … manchmal hat es was von Spreewald.

IMG_6773_blogWir sind froh, dass wir zur Abwechslung zum U Daung Thaung Tempel nahe des Dorfes Indein durch einen engen Kanal fahren. Erinnerungen an eine Kanufahrt auf der Warnow steigen auf. Dort, also bei Indein, befindet sich ein wunderschönes, altes Pagodenfeld, das das Fotografenherz höher schlagen lässt. Verwunschen liegt es im späten Nachmittagslicht da. Junge Bäume wachsen aus den windschiefen Spitzen heraus, manche sind abgebrochen oder fallen gar auseinander. Wenig Touristen sind hier unterwegs. Es ist still. Und alle müssen auf mich warten.

Das Pagodenfeld am U Daung Thaung Tempel

Das Pagodenfeld am U Daung Thaung Tempel

Nach den Webern, Holzbootbauern, Eisenschmieden und Zigarettendrehern ist uns nach Schirmchen und Papier nicht mehr zumute. Wir wollen lieber noch ein bisschen durch die schwimmenden Gärten gondeln. Kyaw ist ganz erstaunt. “Wollt ihr denn gar nicht die Langhalsfrau sehen?”, fragt er. Langhalsfrauen gehören zu den Bergvölkern und Minderheiten in Thailand, wahrscheinlich leben sie auch im Shan-Staat in den Bergen, aber hier am Inle See? “Woher kommt denn die Frau?”, will Thomas interessiert wissen. Er setzt seine skeptische Mine auf. “Aus den Bergen.”, antwortet Kyaw. “Und es gibt nur eine einzige Frau hier am Inle See?”, fragt Thomas weiter. “Ja.” antwortet Kyaw ehrlich, “Sie ist eigentlich nur wegen der Touristen hier, um Geld zu verdienen, weil  ja alle diese Langhälse so interessant finden.”, gibt er zu.

Die schwimmenden Gärten

Die schwimmenden Gärten

Die Entscheidung ist damit schnell gefällt. Schirmchen, Papier und Langhalsfrau fallen aus, dafür driften wir länger als andere durch die schwimmenden Gärten, während Kyaw uns erklärt, wie das mit den schwimmenden Tomatenpflanzen auf dem Wasser funktioniert … und kommen zufällig an dem 160 Jahre alten, hölzernen Nga Phe Chaung Kloster vorbei. Es war einst bekannt durch seine von Mönchen dressierten Katzen geworden, die täglich durch kleine Reifen springen mussten. Deshalb erhielt es auch den Namen “Monastry of the Jumping Cats”. Nachdem schließlich einige Katzen aus Erschöpfung das Zeitliche gesegnet haben, untersagte der neue Abt des Klosters die Dressur. Seitdem darf Katze wieder Katze sein und fressen statt springen.

Der Touristen-Nap schlechthin, den alle sehen wollen: Fischer in natürlicher Pose. Natürlich muss man dafür bezahlen ...

Der Touristen-Nap schlechthin, den alle sehen wollen: Fischer in natürlicher Pose. Natürlich muss man dafür bezahlen …

Seit Kalaw ist Ethan zu unserer lustigen Gruppe dazu gestoßen. Ethan ist derjenige von Burma Senses, über den wir die Tour gebucht haben. Das macht jetzt vier Begleiter für zwei Touristen. Am dritten Tag am Inle See fahren wir etwa 70 Kilometer tiefer in den Shan-Staat hinein zum Kakku Pagodenkomplex. Für diesen Teil ist es Pflicht, sich einen Begleiter der Pa-O dazu zu holen, ein Bergvolk, dessen Heimat die Umgebung des Inle Sees ist. Nachdem die roten und weißen Pa-O Frieden geschlossen haben, und in ihrem Gebiet vor langer Zeit ein Hotel eröffneten, wurde irgendwann diese verpflichtende Regel für alle Touristen festgelegt. Deshalb sitzen wir heute mit fünf Begleitern im Tourbus. Das ist rekordverdächtig!

Fünf Begleiter für zwei wichtige Touristen (v.l.n.r.): der Fahrer, Kyaw, Thomas, die niedliche Pa-O, Ich, Ethan, der Offizier

Fünf Begleiter für zwei wichtige Touristen (v.l.n.r.): der Fahrer, Kyaw, Thomas, die niedliche Pa-O, Ich, Ethan, der Offizier

Wir kommen uns sehr wichtig vor … und es ist uns auch etwas peinlich, spätestens am Nudelstand. Unsere neue Begleiterin für diesen Tag, die in Taunggyi zusteigt, ist eine Pa-O und trägt traditionelle, schwarze Pa-O-Gewänder. Auf ihrem Kopf prangt in knallpink ein zusammengetüdeltes, kariertes Kopftuch, das Markenzeichen der Pa-O-Frauen. Sie ist jung und hat gerade erst vor einem halben Jahr begonnen, als Touristenführerin zu arbeiten. Eigentlich ist sie noch im Studium, das Examen findet in den kommenden Wochen statt. Wir finden sie sehr nett und zum Knuddeln niedlich.

Kakku Komplex mit in etwa 2500 Pagoden dicht an dicht

Kakku Komplex mit in etwa 2500 Pagoden dicht an dicht

Wir spüren, der richtige Aufschwung im Tourismus beginnt gerade erst. Eine ganze Generation startet jetzt an den Schulen und Universitäten durch, im Grunde die erste, die künftig nicht mehr dauerhaft auf den Feldern arbeiten muss. Das erzählt unsere lustige Pa-O stolz, als wir am Rande des Pagodenfeldes auf die umliegenden Felder blicken. Aber wie wird das wohl in Zukunft mit der Landwirtschaft funktionieren, fragen wir sie. Ihrem verlegenen Blick sehen wir an, dass sie sich darüber noch keine Gedanken gemacht hat. An ihrer Stelle hätten wir das wohl auch erst mal nicht.

NAYPYIDAW

In der Regierungshauptstadt Naypyidaw treffen wir beim exquisiten Hotelfrühstück einen Belgier, der für eine Firma arbeitet, die sich mit einer effizienteren Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen des Landes beschäftigt. Interessiert fragen wir ihn, was er da so macht und worum es eigentlich geht. Im Frühstücks-Small-Talk gehen die Gespräche allerdings nicht so tief, vor allem, wenn man in Eile ist. Doch wir entnehmen, dass er die Bauern berät, wie sie effizienter ihre Felder bewirtschaften können.

Die traditionelle Technik für die Bewirtschaftung der Reisfelder

Die traditionelle Technik für die Bewirtschaftung der Reisfelder

Von kleinparzellierten Strukturen hin zu großflächigeren Strukturen;  von einer Vielfalt an Ackerbaupflanzen hin zu wenigen; von vielen Familienhöfen zu Kooperativen; von mittelalterlicher Bewirtschaftung hin zu moderner Technik. Natürlich geht es dabei auch um den Einsatz moderner, landwirtschaftlicher Maschinen, die diese Firma sehr gerne an die Bauern verleiht, sollten sie deren Anweisungen folgen. Im ersten Moment haben wir geschluckt, im zweiten dem mehr oder weniger zugestimmt. Unsere Frage, die wir unserer Pa-O Begleiterin gestellt hatten, steht nun wieder im Raum. Die nächsten Generationen wollen nicht mehr auf dem Feld arbeiten, wer will das überhaupt? Somit muss das Land nach Lösungen suchen, die gleiche oder höhere Menge an Nahrungsmitteln zu produzieren und das gleichzeitig mit weniger Arbeitskräften. Die Firma des Belgiers ist eine Lösung davon. Bleibt zu hoffen, dass es bei Beratung und Geräteverleih bleibt und Monsanto & Co. in den nächsten Jahren keine Chance in diesem Land bekommen werden. Dank der historischen Parlamentswahlen und Suu Kyi an der Spitze könnte das sogar klappen.

Das sehr große Hotel

Das sehr große Hotel

Das Hotel, in dem wir den Belgier getroffen und über Landwirtschaft nachgedacht haben, ist sehr, sehr groß. Als wir mittags dort eintreffen, sind wir die ersten und einzigen. Gähnende Leere herrscht unter dem mächtigen Vordach zur Eingangslobby. Außer uns und dem Tourbus von Burma Senses ist niemand da. Wir haben ein extra großes Zimmer auf einem ansonsten verlassenen Stockwerk. Der Fahrstuhl gehört uns allein, der Swimming-Pool auch.

Auch der Swimmin-Pool gehört uns allein

Auch der Swimming-Pool gehört uns allein

Wir sind am nächsten Morgen froh, dass das reichhaltige Frühstück nicht nur für uns zubereitet wurde! Was ist das bloß für eine seltsame Stadt? Weil der Regierungssitz von Myanmar 2005 aus strategischen Gründen von Yangon hierher verlegt wurde, hat man sogar die berühmte Shwedagon Pagode von Yangon hier nachempfunden.

Kopie der Shwedagon Pagode in Yangon: Uppatasanti Pagode

Kopie der Shwedagon Pagode in Yangon: Uppatasanti Pagode

Die Planstadt ist in verschiedene Zonen gegliedert, die jeweils für Regierung, Wohnen, Einkaufen, Freizeit usw. reserviert sind. “Reserviert” kann man das auch getrost so nennen, denn nichts scheint endgültig fertiggestellt zu sein. Vielmehr erinnert uns die Einfahrt auf der leeren 8-spurigen Autobahn, auf der mehrere Fußballfelder Platz finden würden oder vielleicht auch Flugzeuge starten und landen könnten, an das leergefegte EXPO-Gelände in Hannover.

Haaaaaaaalllooooooo? Wo sind sie denn alle hin, die Menschen?

Haaaaaaaalllooooooo? Wo sind sie denn alle hin, die Menschen?

Riesige Hotelbunker stehen verlassen und leer neben der Autobahn. Es gibt leere Schwimmbecken, leere Shopping-Malls, leere Parks, sogar einen Zoo und einen Golf-Platz, die mit Sicherheit genauso leer sind, wie alles andere hier. Alles scheint für Menschenmassen reserviert zu sein, bloß keiner kommt. Was für eine Verschwendung! Was für eine Geisterstadt! Was für ein Größenwahn! Uns klappt schlichtweg die Kinnlade herunter.

DIE LETZTEN TAGE

Zum Abschluss erleben wir am vorletzten Tag eine lustige, burmesische Achterbahnfahrt zu einem der heiligsten, buddhistischen Orte Myanmars: dem Goldenen Felsen bzw. der Kyaikto-Pagode. Die halsbrecherische Pilgerfahrt dort hinauf beginnt in Kinpun, einem kleinen Dorf 10 Kilometer von Kyaikto entfernt, das im Grunde nur wegen der Pilger existiert. Es gibt zu Hauf Unterkünfte, Restaurants, Läden mit traditioneller Medizin, in denen auch der ein oder andere Affenkopf zu finden ist, und sinnvollerweise Kriegsspielzeug aus Bambus. Burmesische Pilger sind doch so ein friedliebendes Völkchen!

Verladerstation für Pilger

Verladestation für Pilger

Wie auch immer, in dem Örtchen befindet sich die sogenannte Verladestation für die Pilger, wo an 1,50 Meter hohen Rampen leistungsstarke LKWs andocken, um bis zu 50 Pilger auf der Ladefläche aufzunehmen. Die Bänke sind schmal, die Gänge eng, das Blut in den Beinen wird abgekniffen. Da wird schon mal ordentlich geschupst und gedrängelt, gequetscht und um mehr Platz gemeckert. Nach 45 Minuten Wartezeit geht es mit ordentlich Dampf los. Mich erinnert’s an die alten Zeiten auf mecklenburgischen Landstraßen, als es bei jeder Talfahrt im Wartburg oder Trabi im Bauch gekribbelt hat. Huuuuiiii … Genauso ist es hier – juchuuuuuuu – haha tiralala!!! Bloß mit 45 Burmesen und fünf Touristen, die Hälfte unter 30 Jahren jubelt und kreischt, alle anderen Grinsen bloß und hoffen, dass die Henkersfahrt bald vorbei ist. So wie Thomas. Oben angekommen und nach einem 20-minütigen Spaziergang beobachten wir die Burmesen, wie sie Blattgold auf den Felsen kleben, und erleben, wie es sich hunderte von Pilgern auf dem blanken Fußboden für die kühle Nacht bequem machen. Die meisten bleiben über das Wochenende hier.

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Kyaiktiyo-Pagode heißt auch „die Pagode, die auf dem Kopf eines Einsiedlers getragen wird“

Der goldene Felsen ist schon was Beeindruckendes. Schon zu Buddhas Lebzeiten soll diese Stätte existiert haben, also vor mehr als 2500 Jahren. Ein mächtiger, goldener Findling, den ein ebenso goldener Stupa krönt, schwebt nahezu über einem 1100 Meter hohen Abgrund. Der Berührungspunkt zwischen Fels und Findling ist so hauchdünn, dass bloß ein kleiner Schupser auszureichen scheint, um ihn ins Wanken zu bringen. Dabei besagt eine Legende – und wir lieben ja Legenden! – dass sein Gleichgewicht von bloß einem einzigen Haar Buddhas gehalten wird, das präzise im Inneren des Stupa platziert wurde. Im Myanmar-Reiseführer von Stefan Loose (2003) heißt es weiterhin:

“König Tissa – der Sohn eines Alchimisten und einer Naga-Prinzessin – soll es im 11. Jh. von einem alten Einsiedler erhalten haben, der es in seinem Haarknoten versteckte. Er war auf der Suche nach einem Felsen in Form seines Kopfes, um darauf eine kleine Pagode zur Unterbringung der Reliquie zu errichten. Aufgrund seiner übernatürlichen Kräfte gelang es dem König, auf dem Meeresgrund einen entsprechenden Steinblock ausfindig zu machen und diesen mit einem Boot auf den Kyaikto-Berg zu transportieren. Nach der wundersamen Ankunft auf dem Gipfel wurde das Boot zu Stein und ist deshalb noch heute – wenige hundert Meter vom Felsenheiligtum gelegen – als Kyaukthanban (Steinboot-Stupa) zu sehen.”

18.00 Uhr zum Sonnenuntergang beginnt erneut die Achterbahnfahrt, diesmal bergab und etwas langsamer nach Kinpun. Das Kribbeln im Bauch bleibt aus, es ist nicht ganz so lustig wie bergauf. Ich bin enttäuscht, Thomas dagegen freut sich.

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