14.2 BAGAN

Im Vergleich zu Indien bedeutet Myanmar für uns Urlaub. Das Land ist sauber. Keine Sorgen um kaputte Straßen, keine Sorgen um unreines Essen, keine Sorgen um Schlafplätze oder um eine Dusche. Alles, was sich der Overlander wünscht, ist wie von selbst vorhanden. Auch der Zauber von Bagan ist immer noch da.

Ein Tag Radfahren

Ein Tag Radfahren

Ich bin froh, dass wir den Aufenthalt auf zwei volle Tage ausdehnen können, einen mit Auto und einen auf dem Fahrrad. Was hätten wir es bereut, nach einem Tag schon wieder weiter fahren zu müssen, ohne die mehr als 2000 Pagoden und Tempel für uns haben zu dürfen. So hören wir am ersten Tag die Geschichten von Königen und Prinzen, die sich im 11. und 12. Jahrhundert gegenseitig nicht mochten, in Intrigen verwickelt waren, um Frauen und Macht buhlten und sich schließlich gegenseitig töteten.

DSC_1074_blogAls Demonstration der Macht, die eng mit dem Buddhismus verknüpft war, aber auch um sich von ihren Sünden zu befreien, bauten sie unzählige Pagoden und Tempel zu Ehren Buddhas. Geholfen scheint es nicht zu haben. Das birmanische Reich zerfiel unter dem Einfall der Mongolen im 13. Jahrhundert, und konnte von Bagan aus nicht mehr regiert werden.

Pagoden sind nie leer ... Buddha ist überall

Pagoden sind nie leer … Buddha ist überall

Heute liegen die alten Pagoden verwunschen inmitten von Feldern und Palmen dar. Es macht so viel Spaß mit einem alten, klapprigen und viel zu schweren Fahrrad diese archäologische Landschaft in viel zu feinem, tiefem Sand zu erkunden. Nach all den gefahrenen Kilometern über den asiatischen Kontinent ist es herrliches Langsamreisen. Fahrrad fahren, wie vermissen wir das! Haben wir am Tag zuvor, das Gro der bekanntesten Pagoden mit historischem Hintergrund gesehen, ist es heute völlig egal, vor welcher Pagode wir anhalten.

Das Pagodenfeld bei Sonnenaufgang

Das Pagodenfeld bei Sonnenaufgang

Eine ist schöner als die andere, mal gemütlicher, mal grüner, mal einsamer, mal magischer … doch alle haben sie eines gemeinsam: es sind Orte, an denen die Seele baumeln kann. Verträumt bewundern wir zweimal den Sonnenaufgang und –untergang. Jeweils an unterschiedlichen Orten, touristisch überlaufen oder einsam, egal, die Landschaft hält uns immer wieder auf ihre Weise in den Bann … Ach, und scheiß’ auf die uns umgebenden schnatternden Koreaner, die wie wetteifernde Paparazzis jeden Tag auf die Sonne warten.

Guten Morgen in Bagan

Guten Morgen in Bagan

Endlich, gegen 6:30 Uhr, spuckt Mutter Erde Seifenblasen am Horizont aus, die in mystischem Dunst aufsteigen und sanft über das große Pagodenfeld hinweg schweben. Heißluftballons wie Seifenblasen. 1 … 2 … 3 … blubbblubbblubb bulubb … ganz leise und fast unbemerkt. Das ist Magie. Ein birmanisches Märchen aus Perlrosa und Blaugrau, Nebel und kühler Morgenluft, dunklen Türmen und Zinnen, die majestätisch im feuchtkühlen Äther emporragen.  Selbst der U2 Sänger Bono lässt begeistert ein Foto Bagans auf Facebook hochladen, bloß ein paar Tage vor unserem Aufenthalt. Bono … bloß ein paar Kilometer und tausende von Dollar trennen uns von ein und demselben Schlafzimmerausblick …

Was bleibt noch zu schreiben? Die Magie, die Bagan im Herzen hinterlässt, können wir nicht in Worte fassen. Vielleicht helfen Bilder weiter. Seht selbst.

IMG_6603_blog

Shwezigon Pagode

DSC_0972a_blogDSC_1005_blogDSC_0921_blog DSC_0927_blog

1 Kommentar

  1. The GrassVan Family

    Sehr sehr schön. Vielen Dank euch Zwein…

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.