10.3 Bis nach LAHORE

“Sie sind diejenigen, auf die wir so lange gewartet haben, Freunde, die wir schon immer treffen wollten. Und wir lassen sie einfach so gehen.”, habe ich vor vier Tagen fassungslos zu Thomas gesagt. Die anschließende Wanderung zum Rush Peak war traumhaft schön – trotz Regen und Schnee – und für uns persönlich notwendig, um wahrhaftig zu erkennen, welchen unschätzbaren Wert die Freundschaft zwischen uns Vieren eigentlich hatte. Es gibt Dinge auf der Welt, die wir in einem Satz nicht erklären oder beschreiben können und die wir manchmal aufgrund ihrer Größe und Schönheit nicht fassen können, aber von denen wir wissen, wenn sie passieren, dass sie richtig und gut sind. Genauso so verhält es sich mit Lisa und Darren, die wir im Grunde nur kennengelernt haben, um sechs Tage durch China zu reisen. Aus sechs wurden 42 Tage. Aus einem notwendigen Internetkontakt wurde Freundschaft. Aus unzähligen Emails wurden persönliche Gespräche. Das Gefühl, dass im Verborgenen noch mehr liegt, lässt mich nicht in Ruhe. Kein Berg und kein Tempel vermag all das ersetzen, was zwischen uns stand oder immer noch steht.

Uns ist bewusst, dass eine Weiterreise mit Lisa und Darren eine andere Art zu Reisen bedeutet, als wir es sonst bevorzugen würden. Wir würden auf ihrem Pfad reisen, nicht auf unserem. Wir würden in ihrer Geschwindigkeit reisen und nicht in unserer. Wir würden nur das vom Land sehen, was in diesem knappen Zeitfenster von einem weiteren Monat möglich ist. Keine langen Stopps, keine langen Trekkingtouren, keine Umwege und keine Zeit. Sie können sich unserem Zeitplan nicht mehr anpassen, doch wir können uns an sie anpassen. Wir haben die Zeit, unseren Reiseverlauf zu ändern und der Reise einen tieferen Sinn zu geben. Warum also nur davon träumen, wenn das, auf das wir so lange gewartet haben, nur drei Tage entfernt liegt? Für mich ist der Fall klar wie Kloßbrühe: ab nach Lahore zu den Australiern, aber fix!

"Ruhetag" in Karimabad

„Ruhetag“ in Karimabad

Thomas hat mittlerweile ein Einsehen mit dem Wetter. Es ist wirklich zu kalt zum Wandern in den Bergen. Eine schnelle Weiterfahrt kündigt sich also von selbst an. Selbstverständlich scheint am Tag nach der Wanderung unschuldig die Sonne an einem kristallblauen Himmel. Es ist wie verhext! Wir machen uns startklar für die Weiterreise. Thomas stellt die Radlager nach Darrens Anweisungen nach, ich kümmere mich derweil um den meterhohen und stinkenden Berg an Wäsche der letzten drei Tage. Sechs Stunden Handwäsche machen unglaublich viel Spaß. Ich rede mir dabei ein, nicht nur aufgrund einer Notwendigkeit zu waschen, sondern auch rein aus Neugierde, ob die Wäsche tatsächlich in dem milchig trüben Gletscherwasser sauber herauskommt oder nicht. Wenigstens riecht sie am Ende gut, das wird das Erfolgskonzept des gesamten heutigen Ruhetages sein!

Der königliche Ausblick am Old Hunza Inn

Der königliche Ausblick am Old Hunza Inn

Sada frage ich zum Abschied, wie er das macht, mit seiner Ausgeglichenheit und seiner positiven Haltung. Es scheint kaum etwas zu geben, das ihn aus der Fassung bringen kann. Selbst die zermürbende Bürokratie eines deutschen Visumsantrags und das Fernweh zu seiner Freundin in Deutschland, lassen sein Lächeln im Gesicht nie verblassen. Das beeindruckt mich zutiefst. “Meistens versuche ich die Dinge mit Herz und Verstand zu erledigen.”, sagt er, “Gehe ich aber nur nach meinem Verstand oder nur nach meinem Herzen, dann bin auch ich frustriert.” Ich wünsche ihm, dass er während seines Besuchs in Deutschland seine Ausgeglichenheit beibehalten wird, denn da beschweren sich die meisten immer über alles. “Das wird nicht leicht!”, sage ich zu ihm lachend. “Das sagt mir wirklich jeder. Wir werden sehen.” entgegnet er und fällt in mein Lachen ein. Dann kehren wir dem Old Hunza Inn und Karimabad den Rücken zu und nehmen das letzte Stück des Karakoram Highways in Angriff. Die Australier sind uns drei Tage voraus, vermutlich  gerade in Islamabad. Das berühmte Bauchgefühl deutet auf ein Treffen in Lahore hin. Wir müssen uns darauf nur noch mit ihnen einigen.

Bis Gilgit ist die Straße frei. Der riesige Rakaposhi (7788 m) gleitet majestätisch an uns vorbei. Die Berge und die Landschaft sind wieder einmalig, die Städte und Dörfer dagegen weniger. Ich stülpe mir mittlerweile mein Kopftuch über, denn wir sehen kaum Frauen auf den Straßen wandeln und wenn, dann von Kopf bis Fuß eingehüllt in ihre Gewänder. Wir können dieser Kultur irgendwie nichts mehr abgewinnen. Es ist ein Wunder, dass sich das Hunza Tal seine kulturellen und religiösen Freiheiten bewahrt hat.

Die schlechte Piste nach Astore und die bunten Trucks

Die schlechte Piste nach Astore und die bunten Trucks

Für die Nacht landen wir am Rama Lake, ein Abstecher eines Abstechers vom Highway in Richtung Astore. Ursprünglich waren Skardu und der Deosai Nationalpark unser Ziel, um leibhaftige Braunbären und den berühmten Nanga Parbat (8126 m) zu sehen, doch aufgrund äußerst windiger und schlechter Straßen und der Kälte in 4000 Metern Höhe verzichten wir darauf. Was soll die ewige Fahrerei, bloß wegen einer Attraktion mehr? Manchmal ist es frustrierend, einen ganzen Tag den Arsch platt gesessen zu haben, obwohl man etwas anderes erwartet hat. Heute ist wieder so ein Tag. Die Dorfstraße von Astore hoch zum Rama Lake gibt uns den Rest. “Off the beaten track” und “meet the locals” mögen wir ja alle sehr gerne, aber das war dann doch etwas zu viel. Diese 14 windigen Kilometer gehören ganz bestimmt nicht auf unsere Empfehlungsliste.

Dämmerung am Rama Lake (ca. 3500 m)

Dämmerung am Rama Lake (ca. 3500 m)

Alle, die uns irgendwann folgen mögen und im Besitz eines größeren Autos als den L300 sind, lasst euch raten: fahrt lieber woanders hin oder ihr kommt hier nicht mehr raus! Als wir Zähne klappernd, nach einer Stunde Fahrtzeit steil bergauf, an dem See stehen, dämmert es bereits und der Magen knurrt. Sogar ein Militärposten steht hier oben, das Gelände ist in Stacheldraht eingezäunt. Auf unser Bitten, keine Eskorte für die letzten vier einsamen Kilometer zum See zu erhalten, sollen wir dem Wachmann das Schwarz auf Weiß bestätigen. Solche Formalitäten können sich nur instabile Regierungen ausdenken. Die Farben der Berge, die klare Luft, die BÄUME (!!!) und die Ruhe hier oben entschädigen zwar, doch wir stellen kopfschüttelnd fest, dass es manchmal gerne etwas weniger Mühe kosten könnte, einen Schlafplatz zu finden.

Karakoram Highway zwischen Talechi und Chilas

Karakoram Highway zwischen Talechi und Chilas

Stetig verkleinern wir den Vorsprung der Australier. Unterwegs begegnen uns die schönsten Trucks dieser Erde. Ich muss immer wieder die Kamera aus dem Fenster halten. Die Besitzer lächeln mir dafür Stolz aus ihrer Fahrerkabine entgegen. Was die da alles für Klimbim am Fahrzeug baumeln haben! Einfach irre! Schade, dass der deutsche TÜV dekorative Bauweisen an LKWs nicht so gerne sieht. Die Abkürzung nach Islamabad über den Babusar Pass (4170 m) und Naran ist wieder geöffnet. Lisa und Darren mussten vor ein paar Tagen den längeren Weg über Chilas und Besham nehmen, da die Straße über den hohen Pass wegen desselben Wetters gesperrt wurde, das uns auf dem Rush Peak eingeschneit hat. Am Militärposten bringen wir in Erfahrung, ob eine Eskorte notwendig ist, denn wir schliddern haarscharf an von Taliban besetzten Gebieten vorbei.

We love it!

We love it!

Während Thomas die Formalitäten der Registrierung klärt, gesellt sich ein Militärfutzi zu mir und quetscht mich über mein Privatleben aus. Jetzt wird es Zeit, ein Doppelleben zu führen, denke ich, und muss spontan unsere Lebensgeschichte so zurechtrücken, wie uns wohl unsere Großeltern am liebsten sehen würden. Das erzeugt am wenigsten unangenehme Frage beim Gegenüber. Also:

Thomas ist mein Ehemann. Wir sind seit 10 Jahren verheiratet. Leider haben wir keine Kinder. Gott war noch nicht gnädig mit uns, aber wir versuchen es weiter. Ich habe eine Schwester. Sie ist fünf Jahre jünger als ich und auch verheiratet. Sie hat einen kleinen Sohn. Thomas hat natürlich auch eine Schwester und eine Nichte, das bleibt unangefochten! Thomas ist Ingenieur, ich bin Architektin. Wir kommen beide aus Hamburg, manchmal aber auch aus Rostock. Unsere Reise geht bis nach Indien. Anschließend verschiffen wir das Fahrzeug nach Hause und fliegen hinterher.

Das war mein erster Versuch. Der schleimige Militärfutzi und ich spielen also unser Frage-Antwort-Spiel. Bei der Länge der kinderlosen Ehe fallen ihm dann doch die Augen heraus “Waaaaas???”. Beim nächsten Mal sind wir bloß fünf Jahre verheiratet und kinderlos. Immer noch genug Zeit, um seine Ehe zu retten. Zehn Jahre dagegen scheinen eindeutig zu spät dafür zu sein! „Du hast dieselbe Augenfarbe wie ich.“ sagt er plötzlich. Oh nein. Nein, nein, denke ich, eine Sekunde zu lange in die Augen gesehen und es kann gefährlich werden. Es war wirklich nur eine Sekunde!!! Ich drehe die Fensterscheibe eilig hoch, auch wenn ich dann im eigenen Schweiß baden muss, und hoffe, dass Thomas mit der Registrierung bald fertig ist.

Rrrrrrrrrrrrrrrrh

Rrrrrrrrrrrrrrrrh

Wenig später fahren wir einem Chinesen mit seiner Familie hinterher, in dessen Fahrzeug nun die uns vor den Taliban beschützende “Eskorte” hockt. Wir sind froh, dass wir unsere Freiheit bewahren und wir einem noch intimeren Gespräch entkommen konnten. Wie das aber so mit dem Personenschutz funktionieren soll, bleibt uns ein Rätsel. Die Schönheit der Landschaft täuscht nicht über die extreme Armut der Menschen in dieser Region hinweg. Zeit für Fotostopps haben wir keine, die Eskorte will uns schnell durchbringen. Auf dem Babusar Pass versammeln sich pakistanische Touristen aus Islamabad für tausende Selfies im Schnee.

Selfie Stopp auf dem Babusar Pass (4170 m)

Selfie Stopp auf dem Babusar Pass (4170 m)

Wir spüren Herzrasen aufgrund des sprunghaften Anstiegs von 1400 auf 4170 Höhenmetern, doch ein Foto für den Militärfutzi als Souvenir muss sein. Wir sind froh, dass es dem Chinesen auch so geht wie uns. Die Talfahrt nach Naran ist ein Traum und ein letzter Abklang des Dachs der Welt von diesem Teil Erde. In Naran dürfen wir auf dem Parkplatz des DTPC Motels kostenfrei übernachten. Doch der Motel-Manager weist uns daraufhin, dass wir uns bei der örtlichen Polizei registrieren lassen sollen, das sei sicherer.

IMG_5664_blogAch so? Brav wie wir sind, machen wir das und bekommen für den Rückweg einen Bodyguard mit Maschinengewehr an den Hals. Ihr Lieben daheim, ihr könnt glauben, was ihr wollt, aber das war wirklich nicht notwendig! Trotz nicht vorhandener Englischkenntnisse ist unser persönlicher Leibwächter sehr nett und hilft uns sogar bei unserer erfolglosen Suche nach einer SIM-Karte. Auch nachts werden wir von ihm bewacht. Damit er nicht im Stehen schlafen muss, geben wir ihm einen unserer Stühle und etwas zu Essen. Zum ersten Mal telefonieren wir mit den Aussies über das Internet, nachdem sie uns kurz mitgeteilt haben, dass sie beinah in Lahore inhaftiert worden wären. “Hey Bud!” rufe ich lachend in das Tablet hinein und ein Schwall aus Jubeln und erleichternden Worten schwappt zu uns herüber. Sie erzählen uns, dass sie ahnungslos in einen für Ausländer gesperrten Stadtteil Lahores gefahren sind, natürlich nur bis zur vollen Länge des Landcruisers, doch das hat für ein zweistündiges Verhör beim Militär gelangt. Jetzt hocken sie fix und fertig in einem teuren Hotel, das Beste, was sie auf die Schnelle finden konnten. “Euch kann man aber auch nicht alleine fahren lassen”, sage ich laut lachend, “aber das macht nichts, eure Eltern sind ja schon auf dem Weg, um euch zu retten.” Es tut so unglaublich gut, die beiden zu hören. Es war und ist die richtige Entscheidung gewesen, gemeinsam weiterzufahren.

Unser armer Leibwächter

Unser armer Leibwächter

Morgens sitzt unser Leibwächter gegen die Eiseskälte so in Decken eingewickelt an einem Baum, dass gerade mal seine Mütze und die Füße herausgucken. Wir wissen nicht, ob wir darüber lachen oder weinen sollen. Wir bereiten ihm heißen Tee und ja, Gott sei Dank, er lebt noch. Während des Frühstücks aus öligem Paratha und Omelett suchen wir nach einer günstigeren Unterkunft in Lahore im Internet. Hotels und Gasthäuser sind zu teuer oder bieten nicht mal einen Parkplatz. Auf die letzte Minute findet Thomas einen Hinweis in einem Reiseblog über die St. Hildas Kathedrale. Dort standen schon einmal Overlander gegen eine kleine Spende. Wir geben das den Aussies durch, die den Ort sich ansehen wollen. Vielleicht treffen wir uns in zwei Tagen dort.

Eskorte No 1

Eskorte No 1

Über Nacht hat uns die Polizei von Naran eine Eskorte bis nach Islamabad organisiert. Insgesamt 12 verschiedene Eskorten fahren im fliegenden Wechsel vor uns, stets ein anderes Fahrzeug in einem anderen Distrikt. Männer mit Maschinengewehren dominieren das nun unschöne Bild durch die Frontscheibe, doch es hat einen Vorteil: freie Fahrt voraus! Die Straße wird freigeschoben oder eine dritte Spur wird in der Mitte aufgemacht. Das Problem von verstopften Straßen ist damit gelöst. Es wird gehupt, geheult und Blaulicht angemacht. Niemand darf in die Lücke zwischen uns. Wir müssen uns dem Fahrstil des Vordermannes anpassen und kleben an dessen Rücklichtern. Bei Eskorte Nummero 2 steht breitbeinig ein junger Rambo auf der Pritsche, das Maschinengewehr stets im Anschlag.

... und alle weiteren

… und alle weiteren

Als die Fahrt so richtig losgeht, zieht er sein Base Cap cool nach hinten, dann tritt der Fahrer das Gaspedal durch. Es fällt in diesem Moment schwer, zwischen Lustig und Nicht-Lustig zu unterscheiden. Die einsetzende Sirene und das Hupen machen eine unauffällige Fahrt schlichtweg unmöglich: Seht her! Hier fahren die Ausländer. Hier, hier, hier … ! In äußerst effizienter Geschwindigkeit rasen wir durch die letzten Hügelketten Pakistans, bevor sie in die weiten, heißen Ebenen des Tieflandes münden. Mit jedem sinkenden Höhenmeter wird die Luft wärmer und voller, stickiger und feuchter. Wir sehen die ersten Wasserbüffel. Wir sehen stinkenden Müll links und rechts zur Straße. Die Luft ist erfüllt von verbranntem Abfall, Staub und Curryduft. Oh Indien, wir kommen näher!

Auch Wegezoll fällt an

Auch Wegezoll fällt an

Kurz vor Islamabad verabschiedet sich Eskorte Nummero 12. Ab hier dürfen wir endlich selbst fahren – auf einer wunderbaren Autobahn. Spitzengeschwindigkeit 102 kmh! Deshalb liebäugelt Thomas am frühen Nachmittag schon, die Strecke bis nach Lahore durchzufahren. Doch mir ist das zu heikel, denn nach den Aussies zu urteilen, weiß man nie, ob der Weg im Dunkeln in einem Verhör enden wird oder nicht. Wir steigen in einem der wenigen Hotels in Islamabad ab, die ein Zimmer für 30 US Dollar und einen sicheren Parkplatz zu bieten haben. Früh morgens brechen wir sofort auf, lassen Islamabad hinter uns, immer der aufgehenden Sonne und den Australiern entgegen. Die erste Autobahn seit Almaty (Kasachstan) ist herrlich – zwischen Islamabad und Lahore. Die Tankstellen sehen aus wie bei uns. Es gibt sogar Stationen, seinen LKW zu wiegen. 2380 Kilogramm inklusive mir und ohne Thomas, das wollten wir seit einem halben Jahr schon immer mal wissen! Wir sausen mit mehr als 100 kmh über den Asphalt. Die Landschaft hat sich mittlerweile dramatisch verändert. Statt schneebedeckter Berge könnten die weiten, rotsandigen Ebenen aus Reisfeldern und Steppen Pakistan oder Indien sein, es spielt keine Rolle mehr.

Morgens nach Lahore

Morgens nach Lahore

Lahore haben wir uns in unseren Träumen anders vorgestellt. Schöner und ordentlicher, vielleicht so wie Islamabad und vor allem sauberer. Doch genau hier trifft uns Indien in all seinen Facetten aus Abfall, Gestank, Verkehr, Armut, Lärm und ein bisschen Exotik aus Palmen und Curryduft wie ein Schlag ins Gesicht. Sofort ist Takhi zu fett für die mit Motorradfahrern bepackte Straße. Die ersten Rempeleien lassen nicht lange auf sich Warten. Die Hupe läuft heiß. In der schwülen Hitze sind die Nerven zum Zerreißen gespannt. Gerne hätten wir jetzt einen Stock zur Verteidigung. Nach einer kurzen Irrfahrt entdecke ich Darren an einer Kreuzung stehen, direkt neben dem schwarzen Tor zu St. Hildas. Wir jubeln und hupen, Freude und Erleichterung sind uns allen ins Gesicht geschrieben. St. Hildas ist abgeriegelt wie ein Hochsicherheitstrakt. Natodraht türmt sich auf den alten, mannshohen Ziegelsteinmauern, die die christliche Oase vor dem muslimischen Chaos da draußen schützen sollen. Das schwarze Tor schließt sich hinter uns. Frieden kehrt ein. Für ein Wiedersehen kann es keinen schöneren Ort geben!

Schlafen in St. Hildas

Schlafen in St. Hildas

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